Malte Zenses und David Schiesser | Studio Visit

Am Samstag, den 07.07.2018, waren wir gemeinsam mit euch in dem Studio der beiden Künstler Malte Zenses und David Schiesser.

Malte Zenses und David Schiesser verbindet das Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Malte Zenses‘ Arbeiten zeugen von einer grafischen Anmutung. Indem der Künstler seine Werke auf wenige Farben und zeichnerische Elemente reduziert, erprobt er die Möglichkeiten der Abstraktion und formalen Decodierung. Dabei entstehen seine Werke oft durch die vielfache Überarbeitung des Zeichengrundes. Malte Zenses konfrontiert Rezipierende mit seinen Arbeiten mit Assoziationen von Leere und Fragmenthaftigkeit. David Schiesser, der ein Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main absolvierte, widmete sich anschließend der Tätowierung, die sein Oeuvre nachhaltig prägen sollte. Der Künstler begann, sich mit Haut als Zeichengrund zu befassen sowie Ästhetiken des Tätowierens in seine Arbeiten einzuarbeiten. In dem Einspeisen tattoo-ähnlicher Zeichenelemente ebenso wie mit der Verwendung von mittelalterlicher Zeichenästhetik gelingt es dem Künstler, auf unkonventionelle Weise den menschlichen Körper in seinen Werken zu erforschen.

Kleine Humboldt Galerie | Kurator*innenführung

Nach einem spannenden Besuch der Kleinen Humboldt Galerie im Sommer 2017,  besuchten wir mit euch am Dienstag, den 03.07.2018,  die Ausstellung [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN]  und sind nicht nur mit der Künstlerin Britta Lumer und einer der Kuratorinnen ins Gespräch gekommen, sondern konnten an dem Erfolg der Ausstellung aktiv mitwirken.

Unter dem Titel [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] wird der Ausstellungsraum für 4 Wochen zum Atelier, in dem Besucher*innen den Entstehungsprozess der künstlerischen Arbeiten von Helena Hladilová, Anouk Kruithof, Britta Lumer und Zorka Wollny mitverfolgen können, bevor deren fertige Arbeiten für zwei Wochen präsentiert werden. Das Konzept der Ausstellung basiert auf dem Prinzip der Partizipation, so suggeriert bereits der Titel, dass Besucher*innen keineswegs eine passive Betrachter*innenrolle einnehmen sollen, sondern vielmehr eingeladen werden, die Ausstellung aktiv in Form von Texten und eigenen Führungen mitzugestalten.

Akademie der Künste | Führung

Am Donnerstag, den 07.06.2018,  waren wir gemeinsam mit euch bei der Ausstellung ‚Abfallprodukte der Liebe‘ in der Akademie der Künste. Die Ausstellung präsentierte die Arbeiten der drei befreundeten Kunstschaffenden Elfi Mikesch (Fotografin, Kamerafrau und Regisseurin), Rosa von Praunheim (Filmemacher und Aktivist) und Werner Schroeter (Theater-, Opern- und Filmregisseur).

Der Ausstellungstitel „Abfallprodukte der Liebe“ bezieht sich auf Werner Schroeters Poussières d’amour (1996), einen Film über das Entstehen und die Vergänglichkeit der Kunst und eine große Hommage an die Oper. Im Rahmen einer Sonderführung von Elfi Mikesch bekamen wir die einmalige Gelegenheit, mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen und alle Fragen zu stellen, die noch nicht beantwortet wurden.

Tomás Saraceno | Studio Visit

Am Freitag, den 01.06.2018, waren wir im Studio des Künstlers Tomás Saraceno in Rummelsburg.

Die weite Reise in den Osten hat sich für die einmalige Gelegenheit in die Welt des Künstlers einzutauchen mehr als gelohnt. Besonders für die Planung der großen Einzelausstellung im Tokyo Palais in Paris wurde das Studio zu einem künstlerischen Experimentierfeld, in dem wir live dabei sein konnten.

Das Areal ist ein ehemaliges Fabrikgelände, dessen fünf Etagen von 50 Mitarbeiter*innen (und Spinnen) kreativ bespielt werden. Wir haben die verschiedenen Bereiche, wie Aeroscene, „Spinnen-Labor“, Production, Press and Text sowie Architektur erkundet und sind auf interessante Gespräche und Kunstwerke gestoßen.

Wer sich bereits ein Bild von Tomás Saracenos künstlerischem Kosmos machen möchte, kann dies auf seiner Webseite tun.

Wolfgang Ganter | Studio Visit

Am 21.04.2018 besuchten wir das Atelier-Labor von Wolfgang Ganter in den Uferstudios.

Wolfgang Ganter könnte man als einen künstlerischen Wissenschaftler bezeichnen, der Bakterienkulturen zu Kunstwerken modifiziert. Ausgangsmaterial sind Dias und Farbnegative, die im Zeitraffer ihrer Zersetzung ausgesetzt wurden: Bakterien und Chemikalien bearbeiten die Oberfläche, lösen Formen und Farben auf und bilden neue Elemente. Fixiert durch Trocknung und in bis zu 2000 Detailbildern abfotografiert und zum Gesamtbild wieder zusammengesetzt entstehen die großformatigen Werke.

Artist Weekend 2018 | Künstlergespräch mit Andrej GolderTalk mit Andrej Golder bei Ngorongoro II

Zum Galleryweekend 2018 zog es uns nach Weissensee, wo Ende April die zweite Ausgabe der Ausstellung NGORONGORO im Rahmen des Artistweekends eröffnete.

Initiiert von Christian Achenbach, Jonas Burgert, Zhivago Duncan, Andrej Golder, John Isaacs, Andreas Mühe und David Nicholson, eröffnete 2015 die erste Ausgabe von NGORONGORO. 2018 luden die Kunstschaffenden andere KünstlerInnen ein, Werke der unterschiedlichsten Disziplinen auf dem über 6000qm großen Atelierareal zu präsentieren. Gemeinsam mit euch haben wir die Ausstellung zu besucht und sind im Anschluss an den Vortrag ‚Wozu Kunst heute noch?‘ von Kunsthistoriker Bernhard Stumpfhaus mit letzterem und Künstler und Initiator Andrej Golder ins Gespräch gekommen kommen, wo wir alle offenen Fragen zum Ausstellungskonzept stellen konnten.