Mitgliederfahrt nach Weimar

Liebe Kunstfreund*innen,

auf, auf nach Weimar! In dieser Stadt gründete Walter Gropius vor 100 Jahren jene Kunstschule, die heute maßgeblich unser Bild von Architektur, Kunst und Design des 20. Jahrhunderts prägt. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass für unsere diesjährige Mitgliederfahrt und wollen mit euch am 20. Oktober nach Weimar reisen – vor Dessau und Berlin dem ersten Standort des Bauhauses.

Einmal jährlich organisieren wir Junge Meister*innen eine Mitgliederfahrt, im Rahmen derer wir Kunst und Kultur außerhalb Berlins erkunden. Wien war 2018 unser Ziel, 2019 zieht es uns nun nach Thüringen in das schöne Weimar! 

Auf unserem Tagestrip nach Weimar bekommen wir diesmal eine auf das Thema Bauhaus zugeschnittene Führung durch die Stadt, in der wir einiges über die Lebensstationen der Bauhaus-Protagonist*innen erfahren und neben dem Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar auch bei der Großherzoglichen-Sächsischen Kunstgewerbeschule sowie dem Tempelherrenhaus Station machen. 

Nicht fehlen darf natürlich der Besuch des vor wenigen Monaten neu eröffneten Bauhaus-Museums, in dem wir noch tiefer in die Thematik eintauchen und im Rahmen einer Führung die Schlüsselobjekte der Sammlung genau unter die Lupe nehmen.

Der letzte Programmpunkt wird gerade noch gefüllt: Als würdigen Abschluss unseres Ausfluges planen wir den Besuch einer Galerie oder eines Künstler*innenateliers, um auch einen Einblick in die zeitgenössische Kunstszene Weimars zu erlangen.

Für die Teilnahme an dem Tagesausflug sammeln wir einen Unkostenbeitrag von 40 € ein. Darin enthalten sind sowohl die Zugfahrten als auch alle Führungs- und Eintrittskosten. Ihr müsst euch also um keine Tickets kümmern! Die Fahrt wird finanziell vom Verein bezuschusst und ist deshalb nur für Mitglieder. Gerne könnt ihr aber die Mitgliederfahrt auch als Anlass nutzen, um vorher noch Mitglied oder Fördermitglied zu werden!

Anmeldungen bitte bis 5.10. an: anmeldung@jungemeister.net
Wie immer gilt das Prinzip first come, first served. Nach der Anmeldung bekommt ihr eine E-Mail mit allen wichtigen Daten und Details.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr dabei seid und stehen für weitere Fragen natürlich gerne zur Verfügung,
eure Jungen Meister*innen

Berlin Art Prize | Kuratorinnenführung

Am Samstag, den 21.09.2019, trafen wir uns mit den Veranstalter*innen des Berlin Art Prize, die uns durch zwei ihrer neun Ausstellungen führtenund uns etwas über den Preis erzählen, der seit einigen Jahren zu einem festen Bestandteil des Berliner Kunstkalenders gehört. 

Der Berlin Art Prize wird seit 2013 jährlich an drei junge zeitgenössische Künstler*innen aus Berlin vergeben, um eine Auszeichnung jenseits der Ökonomie der Kunstwelt zu ermöglichen. Dieses Jahr werden die einzelnen nominierten Positionen zum ersten Mal in unterschiedlichen Locations ausgestellt. Wir besuchten zwei der neun Nominierten-Ausstellungen besuchen und sprachen darüber, wie und weshalb der Preis ins Leben gerufen wurde und welchen Mehrwert er der Berliner Kunstlandschaft bietet.

Dafna Maimon | Performance und Gespräch

Trotz unserer Sommerpause wollten wir euch eine Veranstaltung diesen Sommer nicht vorenthalten: Am Freitag, den 16.08.2019 waren wir bei der Performance der Künstlerin Dafna Maimon im Tieranatomischen Theater.

„Ausgangspunkt Maimons Arbeit ist der Fall der Mary Mallon oder “Typhus Mary”, die um 1900 durch die Boulevardzeitungen als “Superspreader” bekannt wurde, da sie ihre Arbeitgeber unwissentlich infiziert hatte. Maimon erkundet auf humorvolle Weise die Frage nach “viraler” und psychologischer Ansteckung. Noch immer lastet auf Frauen der soziale Druck zur Reproduktion: Maimon entwickelt absurde Bühnensituationen, in denen der weibliche Körper und die Psyche gedehnt und aufgespannt werden. Das Stück wurde durch künstlerische Feldforschung und in Dialog mit dem Tieranatomischen Theater sowie akademischen Perspektiven zu Gender-Forschung und Biopolitik an der HU entwickelt.“


Im Anschluss an die Performance erfuhren wir in einem Gespräch mit der Künstlerin mehr über ihre künstlerische Praxis.

Ausstellungsfestival der Kleinen Humboldt Galerie | Führung


Anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums haben wir am Freitag, den 19.07.2019 das Ausstellungsfestival unselect der Kleinen Humboldt Galerie besucht.

Das Jubiläum ihrer zehnjährigen kuratorischen Praxis nimmt das Team zum Anlass, ein Ausstellungsfestival zu realisieren, das im Zeitraum vom 12. bis zum 21. Juli an zehn verschiedenen Orten in und um die Universität stattfindet und das Thema der Selektion behandelt.

Ausgehend von dem alltäglichen und omnipräsenten Phänomen der Selektion verhandeln die zehn Ausstellungen des Festivals unselect die Dichotomie zwischen natürlichen Auswahlmechanismen und kulturellen Selektionsmustern. Das wirft verschiedenste Fragen auf: In welchen Lebensbereichen begegnen uns Selektionsmechanismen? Handelt es sich dabei immer um Gegenpole oder kann ein Einklang erreicht werden? Ist es möglich, sich Selektionsmustern zu entziehen? Und was bedeutet es, nicht ausgewählt zu werden?

Wir haben uns angeschaut, was natürliche bzw. unnatürliche Selektion eigentlich bedeutet und wie diese von Künstler*innen in ihren Arbeiten thematisiert und reflektiert werden.

Abschlussausstellung der Weißensee Kunsthochschule Berlin | Führung

Jedes Jahr zum Ende des Sommersemesters öffnen die Kunstakademien ihre Türen zu den alljährlichen Rundgängen. Gemeinsam mit euch haben wir die Ausstellung „Perfekte Zustände“ besucht, die 50 neue Abschlussarbeiten aus den Studiengängen Malerei und Bildhauerei der Weißensee Kunsthochschule Berlin präsentierte.

Auf 5 Stockwerken eröffnen die unterschiedlichen künstlerischen Positionen ungewöhnliche Sichtweisen auf reale Bedingungen unserer Welt, den Umgang mit Biografie und Geschichte, unser Zusammenleben und die Schnittstellen des Analogen und Digitalen.

Wir sind mit euch und den Kuratorinnen der Ausstellung Birgit Effinger und Michaela Richter sowie mit einigen der in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen ins Gespräch gekommen.

Sammlung Fluentum Berlin | Führung

Am Samstag, den 22. Juni besuchten wir die Sammlung „Fluentum.“ Die 2019 eröffnete Öffentliche Sammlung liegt in Berlin Dahlem und ist auf zeitbasierte Werke, insbesondere Videokunst, fokussiert. 

Der Privatsammler Markus Hannebauer präsentierte im Juni 2019 eine Soloausstellung von Guido van der Werve. Die Werke des Künstlern setzen sich mit den Grenzen der körperlichen Kraft in der Natur auseinander.

Gemeinsam mit euch sind wir mit Markus Hannebauer ins Gespräch gekommen, um mehr über seine Sammlung, zu van der Werves Werken sowie über die Herausforderungen, Videokunst zu sammeln, zu erfahren.