12/12/2013 19:00Uhr

Bethan Huws | Studio Visit

Am 12. Dezember 2013 besuchten wir das Atelier der Konzeptkünstlerin Bethan Huws.

Bethan Huws studierte in den 80er Jahren am Royal College of Art in London, lebte in Paris bis sie 2009 nach Berlin zog. Ihr facettenreiches Werk besteht aus von ihr so genannten „Wort-Vitrinen“, sowie Installationen, organischen Objekten und Filmen.

Die Untersuchung der Sprache als Mittel der Verständigung und der Kunst stehen im Zentrum der Arbeiten von Bethan Huws. Dieses Thema verfolgt die Künstlerin in unterschiedlichen Medien, räumlichen Interventionen, Objekten und Textarbeiten. Anknüpfungspunkte sind dabei immer wieder die Anfänge der modernen Kunst, insbesondere der Künstler Marcel Duchamp, auf dessen Werk sich einige Arbeiten Huws beziehen. Ein weiteres Thema, das die Künstlerin mit ihren Textarbeiten anstößt, ist das problematische Verhältnis zwischen Künstler und Kurator.

In den frühsten Ausstellungen wurden eng beschriebene Blätter auf verschiedene Wände angebracht, später wurden Textarbeiten auf Metalltafeln gedruckt und in offener Landschaft aufgestellt oder von der Künstlerin in Bleistift direkt auf die Wand des Galerieraumes geschrieben.

Zuletzt zeigte die Künstlerin ihre dritte Einzelausstellung in der Galerie Tschudi, Zuoz, wo sie neben Serien ihrer Hauptwerke vor allem neue Arbeiten präsentierte. Durch die Platzierung jeweils einer Arbeit in einem Raum, hat Bethan Huws die idealen Bedingungen geschaffen, um ihre künstlerische Recherche zu vermitteln, und dem Besucher einen individuellen Zugang zu jedem Werk zu ermöglichen.

All ihre Objekte sind einerseits banalen, alltäglichen Dingen und Gegenständen entlehnt, die sie aber auf eine oft humorvolle, surreale Weise verfremdet und damit das Augenmerk des Betrachters auf Widersprüche in unseren Sehgewohnheiten und scheinbar feststehenden gesellschaftliche Übereinkünften lenkt.