Villa Grisebach | FührungFührung durch das Auktionshaus

Willkommen in der Welt des Kunstmarkts!
Fr.Dr. Ostländer und Herr von Schacky werden uns durch die Villa Grisebach, eines der bekanntesten Auktionshäuser Deutschlands, führen.

Das Gebäude wurde 1891/92 von dem Architekten und Sammler Hans Otto Grisebach für sich selbst als Stadtvilla und Atelier errichtet.
Die Villa Grisebach hat sich seit der Gründung durch fünf Kunsthändler im Jahre 1986 zu einem bedeutenden deutschen Auktionshaus für deutsche und internationale Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts sowie auch für Fotografie entwickelt. Zweimal jährlich finden hier Versteigerungen mit jeweils mindestens vier Auktionen statt.

Bestimmt reden wir über die nächste große Versteigerung. Die Arcandor AG (ehemals Karstadt AG) hat der Villa Grisebach die wesentlichen Werke ihrer Kunstsammlung zur Frühjahrsversteigerung vom 26. bis 28. Mai 2011 anvertraut.

Wir werden nicht an einer Versteigerung teilnehmen, aber wir können hinter die Kulissen der Villa Grisebach schauen und viel über das Auktionsgeschäft und den Kunstmarkt erfahren. Es wird viel Platz für eure Fragen geben.

Ariel Schlesinger | Studio Visit

If beauty can be found in any slight shift in the rhythms of the world, in temporal or functional disruptions, Ariel Schlesinger (Born 1980 in Jerusalem, Israel) will be there to capture it – he might even have provoked it himself. His practice creates a tension between the materiality of mass-produced workaday objects, and the function these objects were intended for. The artist introduces a subtle disruption to consumer goods, not by dramatically modifying their external appearance, but rather by “enhancing hidden aspects of their existence”. In renewing how we regard such objects he makes an often trivial reality sublime. As a teenager, he practiced train hopping in California, and developed a taste for the improper use of objects – creatively appropriating established normative conditions. Taking this liberating experience as a starting point, the artist began to seek out other latent opportunities for the subversion of the everyday, by modifying consumer devices or accessing features in them that had been disabled by the manufacturer.

The machine constantly pumped cooking gas into soap bubbles. After a slow descent the bubbles reached a high voltage grill that sparked upon touch and triggered an explosion. The whole mechanism was driven by a cordless screwdriver, moving slowly as if running on its battery’s last reserves.

KUNSTAGENTEN | Gespräch mit Jenny MichelGalerie KUNSTAGENTEN

Seit 2003 widmet sich Jenny Michel umfangreichen Werkserien aus den verschiedensten Medien: Zeichnungen, Collagen, Texte, Videos und Fotografien gehören ebenso zu ihrem Spektrum wie Objektkunst und Performances. Im Mittelpunkt steht hierbei ihre Auseinandersetzung mit Wissenschaftlichkeit: Mit ihren komplexen Arbeiten hinterfragt sie stets unsere Begriffe von Wissen, System und Labyrinth und überführt sie dabei nahezu spielerisch in einen neuen Kontext.
Jenny Michel studierte an der Kunsthochschule Kassel und an der Akademie der Künste in Wien. Sie wurde bereits mit verschiedenen Förderpreisen und Auszeichnugen geehrt, so etwa mit dem EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (2008) und den HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst (2010) für herausragende künstlerische Leistungen.

Die Galerie KUNSTAGENTEN, unter der Leitung von Andreas Wiesner und Stefanie Feldbusch, präsentiert seit 2005 erfolgreich junge, zeitgenössische Künstler. Mit Sitz in der Linienstrasse befindet sich die Galerie in unmittelbarer Nachbarschaft zu renommierten Ausstellungshäusern und Galerien. Die KUNSTAGENTEN definieren sich als Vermittler einzigartiger Positionen und eigenwillig arbeitender Künstler. Die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit Künstlern wie Sammlern steht im Vordergrund ihrer Arbeit. Dabei sieht sich die Galerie keiner bestimmten Kunstform verpflichtet, die Ausstellungen folgen keiner thematischen Vorgabe.

Gemeinsam mit der Künstlerin diskutieren wir an diesem Samstag ihre aktuelle Ausstellung und werfen schließlich ebenso einen Blick hinter die Kulissen der KUNSTAGENTEN.

Deutsche Guggenheim | KuratorinnenführungYto Barrada: Riffs ⏐ Deutsche Guggenheim

„Riffs“ ist die erste große Ausstellung in Deutschland mit Arbeiten von der Künstlerin Yto Barrada.

Ihre Fotografien, Filme, Publikationen, Installationen und Skulpturen beschäftigen sich mit der Situation ihrer marokkanischen Heimatstadt Tanger.
Barrada zeichnet in ihren Arbeiten Geschichten nach, die sich kritisch mit den postkolonialen Strukturen ihrer Heimat auseinandersetzen, den Fortschritt und die damit einhergehende Homogenisierung beschreiben oder sich mit Wandel und alltäglichen Lebenssituationen beschäftigen.

Yto Barrada arbeitet mit Strategien des Dokumentarischen und provoziert durch die Raumanordnung ihrer Werke einen Perspektivenwechsel, der dem Betrachter unterschiedliche Lesarten ermöglicht.

Die Deutsche Bank hat mit Yto Barrada eine Frau als ‚Künstlerin des Jahres‘ 2011 ausgezeichnet, die sich in ihrem Werk seit über einem Jahrzehnt intensiv mit den politischen und sozialen Realitäten in Nordafrika auseinandersetzt.

Svenja Gräfin von Reichenbach, die Leiterin der Deutschen Guggenheim wird uns gemeinsam mit Nico Anklam durch die Ausstellung begleiten.

Projektraum Tanas | Führungmit Nico Anklam

Nico Anklam – zuständig für das Vermittlungsprogramm bei TANAS – wird uns durch die Ausstellung „Dim the Lights, 6:07 min“ der in Berlin lebenden, türkischstämmigen Künstlerin Nevin Aladag führen!

Die türkische Kunst- und Kulturszene hat sich, insbesondere in Istanbul, in den letzten Jahren rasant entwickelt. In den 1980er Jahren haben junge türkische Künstler den Bruch mit der traditionellen Kunst ihres Landes vollzogen, zunächst unbeachtet von der Öffentlichkeit im eigenen Land und der globalen Kunstszene. Nach Jahren der Isolation meldete sich diese Künstlergeneration in den 1990er Jahren auch international zu Wort und setzte politisch engagiert, ästhetisch radikal und mit neuen bildnerischen Argumenten maßgebliche Zeichen.

Mit dem Projektraum Tanas sollen die fortlaufenden Entwicklungen der zeitgenössischen türkischen Kunst weiter verfolgt und in Berlin präsentiert werden – in enger Zusammenarbeit mit türkischen Kulturschaffenden und unabhängig von repräsentativen Pflichten. Tanas versteht sich als Plattform der kontinuierlichen Auseinandersetzung und regelmäßigen Interaktion von türkischen Künstlern und Kuratoren mit dem deutschen und internationalen Publikum.

Berlin bildet hierfür den richtigen Standort, sowohl hinsichtlich der hiesigen Kulturlandschaft als auch der gesellschaftlichen und politischen Implikationen. Nicht zuletzt verbindet Istanbul und Berlin seit 1988 eine Städtepartnerschaft, in deren Rahmen durch Stipendienprogramme und Kooporationen kultureller Institutionen ein feines Beziehungsgeflecht im Bereich der Kunst entstanden ist.

Der Projektraum Tanas wird von René Block betreut, der damit seine langjährige Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst aus der Türkei fortführt.

Mitgliederfahrt | HannoverNUR FÜR MITGLIEDER

ENDLICH ist es wieder soweit. Unsere Mitgliederfahrt nach Hannover steht im Sommersemster an.

Am Samstag, den 28. Mai 2011, fahren wir mit dem Zug vom Hauptbahnhof Berlin nach Hannover. Am späten Nachmittag (17:24 Uhr) geht es wieder zurück.

Besuchen werden wir die Kestnergesellschaft und das Sprengel Museum:
In der Kestergesellschaft wird uns die Kuratorin Kathrin Meyer durch die Ausstellungen André Butzer und Jos de Gruyter/Harald Thys führen.

Die Kestnergesellschaft ist dafür bekannt zeitgenössische Positionen zu zeigen, die bisher noch keine große Einzelausstellung in Deutschland hatten.
Butzers Ausstellung >>der wahrscheinlich beste abstrakte maler der welt<< zeigt großformatige Malerei, wohingegen das Künstlerpaar de Gruyter & Thys unter „Objekte als Freunde“ ein raumgreifendes Ausstellungsdisplay aus Fotoarbeiten und einem Video inszeniert.
Thematisieren sie in ihrem Werk den Menschen, sein Verhalten in Gruppen oder als Individuum oder aber die Welt der Ding, das Unbelebte, so beschäftigen Butzer die Möglichkeiten des Mediums Malerei.

Im Sprengel Museum werden wir ebenfalls eine Führung erhalten und uns die Sammlung anschauen. Wir erhalten einen Einblick hinter die Kulissen des Museums und eventuell können wir sogar schon einen Blick auf den, am nächsten Tag eröffnenden Fotopreis Niedersachsen werfen.

Zwischendurch ist Zeit zum Mittagessen und einen Abstecher in den Kunstverein Hannover.

Kosten: 30 € (wir bezuschussen die Fahrt mit 5 € pro Person), beinhaltet: Bahnfahrt, Eintritt und Führungen im Sprengel Museum und in der Kestnergesellschaft. Also es lohnt sich!

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen!