Talk mit René Allonge

Liebe Kunstfreund*innen,

wir laden Euch ein, mit uns am kommenden Mittwoch, den 14. November 2018 um 17:15 an einem Gespräch mit René Allonge, einem der leitenden Ermittler des LKA Berlin, teilzunehmen.
René Allonge ist Leiter der Abteilung für Kunstkriminalität des Landes Berlin und führender Experte für Kunstraub und Kunstfälschungen. Unter anderem war er für die Verhaftung und anschließende Verurteilung des Fälscher-Ehepaars Beltracchi verantwortlich.
Die Relevanz polizeilicher Ermittlungen steigt nicht nur deshalb, weil Fälscher aufgrund der immer weiter steigenden Preise im Kunstmarkt immer mehr Anreiz haben, ihren Geschäften nachzugehen; auch die oft kritisierten Sorgfaltslücken bei Anlieferungen in Auktionshäusern verursachen bei immer mehr Sammlern Unruhe.
Mit dieser Veranstaltung möchten wir Euch Einblicke in einen Aspekt des Kunstmarktes geben, der den Meisten sonst verborgen bleibt. Im Gespräch können wir René Allonge alle Fragen stellen, die uns unter den Nägeln brennen und vielleicht sogar das ein oder andere Exemplar konfiszierter „Meisterwerke“ betrachten.

Wir freuen uns auf euch und stehen euch bei Fragen natürlich gerne zur Verfügung,
euer JungeMeister.net-Team

Performance und Talk mit Manuel Pelmuş

Achtung! Die Veranstaltung wurde auf 1 Stunde später also auf 18:00 Uhr verlegt!

Liebe Kunstfreund*innen,

am Donnerstag, den 1. November um 18 Uhr möchten wir gemeinsam mit Euch die Performance An Abstraction that Dictates Reality von Manuel Pelmuş verfolgen. Als letzte Produktion der ersten Spielzeit 2018 der Performancereihe ASSEMBLE präsentiert Pelmuş seine Performance im L40 Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz. Gemeinsam mit Euch möchten wir im Anschluss an die Performance mit dem Künstler ins Gespräch kommen.

Über Manuel Pelmuş:
„In seiner performativen Arbeit für den L40 Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz führt Manuel Pelmuş seine Gedanken zu der Rolle von Sammlungen für die Schaffung institutioneller Identitäten fort, in dem er hier seine fortlaufende Aktion als flüchtiges, erwerbbares Kunstwerk, im Sinne eines ersten Stücks für die Sammlung des Kunstvereins, vorschlägt. In dieser Geste impliziert der Künstler, dass sich das Gründungsstück der nicht-existenten Sammlung des Kunstvereins auf den Körper als Austragungsort von Widerstand und Handlungsfähigkeit beziehen sollte, sowie auf die Verbindungen zwischen einzelnen Körper jenseits zeitlicher und räumlicher Grenzen. Pelmuş widmet seine Arbeit der Namensgeberin der Institution indem er ihre private Sammlung getrockneter Pflanzen, die sie in der Isolation ihrer Inhaftierung schuf, miteinbezieht. Seine Recherche setzt den Fokus auf ihr philosophisches und wissenschaftliches Schreiben in ihren Briefen und dem „Herbarium“ – beides entstand in der Zeit ihrer Gefangenschaft. Die Ausstellung schafft eine Verbindung zwischen Luxemburgs Sammlungen und den Bedingungen ihrer Genese: körperlich isoliert und trotzdem in Verbindung zu Anderen. Die Vorstellung, dass eine Handlung, selbst wenn sie allein vollzogen wird, immer in Wechselwirkung mit den Handlungen und Produktionen Anderer steht, wird in der Arbeit bildlich: Die Bewegungen werden zeitgleich von zwei einzelnen Tänzern ausgeführt, einer in Berlin, einer in Bucharest. Obwohl es zwischen ihnen keine sichtbare Verbindung gibt, verbindet das Wissen der geteilten Bewegungen die Performer wie die Zuschauer der beiden Städte miteinander.“ (Quelle)

Wir freuen uns auf euch und stehen euch bei Fragen natürlich gerne zur Verfügung,
euer JungeMeister.net-Team

 

Mitgliederfahrt nach Wien

Liebe Kunstfreund*innen,

es ist mal wieder so weit und die Jungen Meister*innen gehen auf Reisen: dieses Jahr zieht es uns nach Wien! Ein alter Witz meint zwar „Wenn die Welt einmal untergehen sollte, ziehe ich nach Wien, denn dort passiert alles 50 Jahre später“ – in Sachen Kunst ist Wien aber zweifellos am Puls der Zeit! Pünktlich zur zehnten Ausgabe des Galerienfestivals curated by_vienna 2018, anlässlich dessen zahlreiche Galerien internationale Kurator*innen einladen, um eine Ausstellung zu konzipieren, möchten wir auf unserer alljährigen Mitgliederfahrt mit Euch die Kunstszene Wiens erkunden.

Neben einem Gallery Hopping durch teilnehmende Galerien von curated by stehen ein Besuch mit Kuratorenführung durch die Ausstellung „Der Wert der Freiheit“ im Belvedere 21 auf dem Programm sowie eine Führung durch die Ausstellung „Zeig mir deine Wunde“ im Dom Museum Wien, die u.a. Arbeiten von Kader Attia, Louise Bourgeois, VALIE EXPORT und Andres Serrano präsentiert. Während wir das Programm noch mit weiteren Veranstaltungen wie Studio Visits bei Wiener Künstler*innen füllen, solltet ihr schonmal eure Flüge/Züge/Busse buchen. Um eine Unterkunft haben wir uns bereits gekümmert – ihr müsst also nur die Anreise selbst regeln.

Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!

Hier alles auf einem Blick:
Was: Mitgliederfahrt nach Wien
Wann: Samstag, den 6. Oktober bis Sonntag, den 7.Oktober 2018
Anreise: eigenständig bis 11 Uhr in Wien, unser Programm startet am Samstag um 12:00 Uhr!
Kosten: 30 Euro pro Person (inklusive Unterkunft, Führungen/Artist Talks und Eintritt in die Museen)
Maximale Teilnehmer*innenanzahl: 10
Abreise: das Programm endet am Sonntag um 17 Uhr, danach eigenständige Abreise

Wir werden in Wien in einem Airbnb für 10 Personen in der Ottakringer Straße im 16. Bezirk untergebracht sein.

Gerne könnt ihr hier zusätzlich optional in Eigenleistung Tickets für die Lange Nacht der Museen erwerben, die ebenfalls am 6. Oktober stattfindet.

Die Fahrt ist nur für Mitglieder und wird vom Verein bezuschusst. Gerne könnt ihr aber natürlich die Mitgliederfahrt auch als Anlass nutzen, vorher noch Mitglied oder Fördermitglied zu werden!

Wenn euch das Verlockung genug ist, meldet euch JETZT an und ihr bekommt eine E-Mail mit den Daten für die verbindliche Anzahlung und bald noch mehr Details.

Anmeldungen wie immer an: anmeldung@jungemeister.net

Wir freuen uns auf euch und stehen bei Fragen natürlich gerne zur Verfügung,
euer JungeMeister.net-Team

Foto: Aus der Ausstellung „Der Wert der Freiheit“ im Belvedere 21: Hiwa K, Videostill aus „May 1“, 2009, Courtesy Hiwa K und KOW, Berlin

Talk Isabelle Schad & Assemble |Performance Berlinische Galerie

Liebe Kunstfreund*innen,

am Samstag, den 15. September um 16 Uhr möchten wir gemeinsam mit Euch die Performance Pieces and Elements von Isabelle Schad verfolgen. Im Rahmen der Performancereihe ASSEMBLE, die von den zwei jungen Autorinnen und Kuratorinnen Anna Gien und Adela Yawitz organisiert wird, schreibt sich die Performance „parasitär“ in die Ausstellungslandschaft der Berlinischen Galerie ein. Gemeinsam mit Euch möchten wir im Anschluss an die Performance mit der Künstlerin und den zwei Kuratorinnen ins Gespräch kommen.

Über Isabelle Schad:
„In ihren Choreographien entwirft Isabelle Schad eine präzise Bildsprache, in der die Prozesshaftigkeit des Körper-Habens, Werdens und Seins auf eindringliche Weise sichtbar wird. Ihre Arbeit Pieces and Elements verhandelt die Modi des Zusammenseins im Kontext eines kollektiven Körpers in Bewegung. Dieser Körper mit seinen verschiedenen Gliedern und Verbindungen dient als Analogie zyklischer Vorgänge in der Natur, innerhalb derer jedes Element in Beziehung zu jedem anderen steht. Im Zusammenwirken der einzelner Glieder werden die wechselseitigen Mechanismen von Körper, Selbst und Gruppe immer wieder neu zueinander ins Verhältnis gesetzt. Für ASSEMBLE wird ein Modul des Stückes herausgegriffen und für den Vorplatz der Berlinischen Galerie an der Schnittstelle von musealem und öffentlichen Raum neu gedacht. In diesem Kontext kann die Gruppe auch als öffentliche Skulptur begriffen werden, deren Ausdrücksstärke mit der Umgebung und den anderen Kunstwerken auf den Platz in Interaktion tritt.“ (Quelle)

Wir freuen uns auf euch und stehen euch bei Fragen natürlich gerne zur Verfügung,
euer JungeMeister.net-Team

Führung über die Berlin Biennale |ZK/U & Akademie der Künste

Liebe Kunstfreund*innen,

die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst neigt sich langsam dem Ende zu, jedoch nicht, ohne dass wir ihr mit Euch einen Besuch abgestattet haben. Am Donnerstag, den 6. September um 18:30 Uhr führt uns Laura Schleussner, die Leiterin der Publikationsabteilung, durch die Ausstellungen in der Akademie der Künste und am ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.

Unter dem Motto „We don’t need another hero“ versammeln die Kuratorin Gabi Ngcobo und ihr Team insgesamt 46 künstlerische Positionen, die sich in unterschiedlichsten Medien mit Themen wie Rassismus, Black Empowerment und Post-Kolonialismus auseinandersetzen. In fünf Ausstellungsorten reflektiert die 10. Ausgabe der internationalen Großausstellung die eurozentrische, patriarchal geprägte Kunstwelt, wobei sie nach Angaben der Kurator*innen „keine kohärente Interpretation von Geschichte(n) oder Gegenwart liefert“. „Sie erkundet vielmehr das politische Potenzial von Strategien der Selbsterhaltung.“

Achtung: Die Ausstellung läuft noch bis 9. September 2018. Euer Ticket berechtigt auch nach unserer Veranstaltung noch zum Eintritt in die anderen Ausstellungsorte.

Wir freuen uns auf euch und stehen euch bei Fragen natürlich gerne zur Verfügung,
euer JungeMeister.net-Team

Feminist Health Care Research Group | Talk mit Inga Zimprich

Liebe Kunstfreund*innen,

wir laden Euch herzlich ein, am Freitag, den 13.07.2018, um 16:30 Uhr gemeinsam mit uns die aktuelle Ausstellung Practices of Radical Health Care – Materialien zur Gesundheitsbewegung
der Feministischen Gesundheitsrecherchegruppe zu besuchen und mit der Künstlerin und Kuratorin Inga Zimprich ins Gespräch zu kommen.
„Die aktuelle Ausstellung Practices of Radical Health Care – Materialien zur Gesundheitsbewegung in der District Galerie präsentiert Recherche zur Gesundheitsbewegung West-Berlins. An der Schnittstelle zwischen Frauen*bewegung und Hausbesetzer*innenszene entstanden radikale Institutionen wie das Feministische Frauengesundheitszentrum (FFGZ), die antipsychiatrische Beratungsstelle und das HeileHaus, die heute mit alternativen Beratungsangeboten fortbestehen. Feministische Gesundheitsinitiativen organisierten Selbstuntersuchung, Selbsthilfegruppen und autonome Beratungen und kämpften für das Recht auf Abtreibung. Die Gesundheitsbewegung stellte den patriarchalen medizinischen Blick, insbesondere in der Frauen*heilkunde, und den funktionalen Gesundheitsbegriff der Schulmedizin infrage. Die Gesundheitsbewegung politisierte Krankheit als gesellschaftlichen Raum der Unterbrechung und des Widerstands.“ (Quelle: District Berlin)