10/11/2019 15:00Uhr

4. Berliner Herbstsalon | Führung

Liebe Kunstfreund*innen,

DE-HEIMATIZE IT! Mit diesem Aufruf zur Dekonstruktion des Heimatbegriffs lädt das Maxim Gorki Theater seit einigen Tagen zum 4. Berliner Herbstsalon, einem transdisziplinären Festival, das eine umfangreiche Ausstellung, Theaterprogramm und Performances umfasst.

Wir haben das große Glück, dass unser JM-Teammitglied Anne als Assistentin des kuratorischen Teams uns am Sonntag, den 10. November 2019, durch die Ausstellung des Herbstsalons führen und sich all unseren Fragen stellen wird. 

»Heimat« wird zurzeit in Großbuchstaben an jede Wand der Republik projiziert. Dabei nutzen Rechte und Konservative einen Heimatbegriff, der auf kolonialer und faschistischer Gewaltgeschichte basiert und ein »Vaterland« beschwört, das als Konzept untrennbar mit dem Patriarchat verbunden ist. Der diesjährige Berliner Herbstsalon setzt u.a. mit einer intersektional feministischen Ausstellung neue Impulse gegen Ungleichheit, Ausgrenzung, Vertreibung und nationalistisches Gedankengut – Themen, die allesamt eng mit dem Heimatbegriff verwoben sind und ihn für ein inklusives Miteinander in der Gesellschaft unbrauchbar machen.

Wir wollen nicht nur einen genauen Blick auf den künstlerischen Umgang mit rassistischen, kapitalistischen und patriarchalen Strukturen werfen, sondern uns auch an drei Standorten anschauen, wie sich zwischen den Arbeiten räumlich und zeitlich Schnittstellen ergeben.

Im Haus der Statistik starten wir mit der Arbeit von Lola Arias und Aljoscha Begrich, sowie einer Installation von Henrike Naumann, bevor es weiter zum Palais am Festungsgraben geht. Im Anschluss werden wir uns Yael Bartanas Arbeit Tashlikh im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum anschauen.

Mehr Informationen zum Herbstsalon findet ihr hier.

Der genaue Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben

0 Euro für Mitglieder
3 Euro für Nicht-Mitglieder

Ansprechpartner*in vor Ort: Leonie

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15

Anmeldungen an: anmeldung@jungemeister.net